Mikrobiologische Gruppe

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Mikrobiologische Gruppe

Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung, Hemmingstedter Weg 142, 22609 Hamburg

Samstag, 16. Februar 2019, 15.00 Uhr

Dr. Georg Rosenfeldt

Kristalle unterm Mikroskop

Vortrag in Kombination mit praktischen Übungen

Mikrochemische Nachweise sind zwar oft recht unempfindlich – man benötigt nicht selten Lösungen, die etwa 1 – 10 Gramm Substanz pro Liter enthalten – dafür kommt man jedoch mit sehr geringen Mengen aus: Da zur Durchführung einer Reaktion schon ein Tropfen Lösung genügt, entsprechend 30 mg, liegt die Nachweisgrenze zwischen 0,3 und 0,03 mg, in günstigen Fällen sogar noch deutlich unter diesen Werten! Man verwendet diese Methoden daher auch heute noch für schnelle Vorproben, für orientierende Mineraluntersuchungen oder für praktisch zerstörungsfreie Untersuchungen wertvoller Gegenstände. Gewöhnlich wird ein winziger Splitter der Probe auf den Objektträger gelegt, mit einem Tropfen Säure erhitzt und mit einem Deckglas bedeckt. Dann setzt man vom Rande her ein geeignetes Nachweisreagenz zu und untersucht die Kristalle. Wegen der meist typischen Kristallformen sind derartige Nachweise sehr selektiv und aussagekräftig.

Man kann sogar extrem reaktionsträge Mineralien untersuchen, indem man einen Splitter des Minerales mit einem geeigneten Aufschlussmittel vor dem Lötrohr in der Platinöse erhitzt. Da hierbei örtlich Temperaturen von weit über 1000° C erreicht werden, gelingt auch der Aufschluss chemisch äußert resistenter Mineralien. Die Schmelzperle wird dann auf dem Objektträger gelöst und mikrochemisch weiter untersucht.

Infos zur Mikrobiologischen Gruppe

Veranstaltungsort:
Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung, Hemmingstedter Weg 142, 22609 Hamburg

 

2019-01-20T11:47:09+00:00