Details

Beginn:
5. November 2026,
19:00 Uhr
Ort:
Kosswigsaal des Instituts für Zoologie, Martin-Luther-King-Platz 3, 20146 Hamburg
Vortragender:
Dr. Christian Foth, Museum für Naturkunde Berlin
Kategorie:
Allgemeine Veranstaltungen

Zusammenfassung

5. Vortrag aus unserer Reihe: Moderne Dinosaurier-Forschung

Der Versteinerungsprozess ist selektiv und begünstigt die Erhaltung von Haarteilen wie Knochen, Zähne oder Schalen. Muskeln, Haut und innere Organe sind dagegen stärker dem Verwesungsprozess ausgesetzt und daher äußerst selten in Fossilien erhalten. Eine Ausnahme bilden Fossilien aus Konservatlagerstätten (z. B. die Solnhofener Plattenkalke). Unter speziellen Umweltbedingungen, oft verbunden mit Sauerstoffmangel, kann der Verwesungsprozess frühzeitig unterbrochen werden, wodurch eine potenzielle Versteinerung von Weichteilen möglich wird. Diese können mit besonderen optischen Methoden sichtbar gemacht, untersucht und miteinander verglichen werden. Die Weiterentwicklung physikalischer Techniken ermöglicht zudem den Nachweis chemischer Spuren von Weichteilen, auch in solchen Sedimenten, die ansonsten keine Weichteilerhaltung bevorzugen. So lassen sich zumindest indirekt Rückschlüsse auf Weichstrukturen ziehen. Im Vortrag sollen die wichtigsten Methoden kurz vorgestellt und anhand einiger außergewöhnlicher Fossilien illustriert werden, wobei der Schwerpunkt auf Hautstrukturen bei Dinosauriern und verwandten Reptilien gelegt wird.