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Allgemeine Veranstaltungen

Gr. Hörsaal des Zoologischen Museums, Martin-Luther-King-Platz 3, 20146 Hamburg

Donnerstag, 30. März 2017, 18.00 Uhr:

Mitgliederversammlung

19.30 Uhr:

Dr. Ernst-Hermann Solmsen

Rückkehr der Wölfe nach Deutschland – Mythen und Fakten: was kann die Säugetierbiologie zur gesellschaftlichen Diskussion beitragen?

Die selbständige Wieder­ansiedlung des Wolfes in Deutschland unter dem Schutz der Europäischen Na­turschutzgesetze findet ein geteiltes Echo: einerseits wird die Rückkehr von Europas bekanntestem Beutegreifer fast enthusiastisch begrüßt, andererseits stößt diese – vor allem bei direkt Betroffenen wie Jagdausübenden und Weidetierhaltern – auf verständliche Zurückhaltung bis hin zu offener, teils aggressiver Ablehnung. In der gesellschaftlichen und politischen Diskussion prallen die sehr polaren Einstellungen oft kompromisslos aufeinander, Fakten und Mythen sind nicht immer deutlich getrennt – vor diesem Hintergrund sind nachvollziehbare Daten aus der Säugetierbiologie für die Bewertung der politischen Argumente auf der Basis eines soliden naturwissenschaftlichen Standards umso wichtiger.

Neben der befürchteten direkten Gefährdung von Menschen sind es vor allem die Veränderungen für Jagd und Weidetierhaltung, die ein Umdenken der Beteiligten erforderlich machen. Neben den zweifellos erheblich betroffenen Schafhaltern sind es seit Vordringen der Wölfe nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein zunehmend auch Rinder- und Pferdehalter, die sich Sorgen machen. Hier besteht wichtiger Klärungsbedarf bezüglich der relativen und tatsächlichen Risiken, um unnötigen Aufwendungen und Aufregungen, die zu einer politisch gewichtigen Ablehnung der sich etablierenden Wolfspopulation in ganz Deutschland auszuwachsen drohen, vorzubeugen.

Dementsprechend gibt der Vortrag einen aktuellen Überblick über die verfügbaren biologischen Erkenntnisse.  Er benennt die wichtigsten in der Wolfsdiskussion strapazierten Mythen und versucht, anhand der verfügbaren Fakten eine biologisch begründete Empfehlung für den künftigen Umgang mit diesen faszinierenden Wildtieren abzuleiten.

 

2017-02-26T18:48:14+00:00